http://www.hanfthal.at/tourismus/hanf_hanfthal.html 25.09.2012
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In Hanfthal dreht sich nicht alles, aber vieles um HANF. Die Katastralgemeinde der Thermenstadt Laa a.d. Thaya mit 600 Einwohnern hat sich als Rundanger-, Blumen- und Hanfdorf etabliert.

Schon der Ortsname, 1149 erstmals als HANIFTAL urkundlich erwähnt, bezeugt, dass schon vor etwa 900 Jahren HANF in unserer Region angebaut wurde.

Der tatsächliche Anbau des Hanfes in unserer Heimat wird ferner durch die Schenkung des Jörg Valbacher an seine Frau Anna aus der Urkunde vom 2.2.1356 bezeugt, in der dieser ein HANIFPOINT als Morgengabe schenkte. HANIF heißt althochdeutsch HANF und POINT ist ein umzäuntes Grundstück hinter dem Haus.

HANIFTAL war wohl schon zur Zeit seiner Entstehung besonders durch den Anbau von „HANIF” bekannt und wurde danach benannt.

Der ehemalige Teich (Mulde-Tal) am Rundanger eignete sich für die Bauern vorzüglich rundum zum Einweichen (rösten) des HANFES zur Fasergewinnung.

Ab 1930 begann in Amerika eine Anti-Hanf-Kampagne, die zum generellen weltweiten Anbauverbot von Hanf führte. HANF wurde aus kommerziellen und rassistischen Gründen als Teufelskraut diskriminiert.

1989 gibt OSR Friedrich Winna (geb. 1908) die Dorfkunde Hanfthal heraus, in der er sich fundiert mit der Geschichte von Hanfthal auseinandersetzt. Das Heimatbuch ist ein wertvolles Dokument für die Dorfgemeinschaft Hanfthal. Es ist die erste Quelle für unsere Hanfaktivitäten.

Seit 1995 ist es landwirtschaftlichen Betrieben in Europa wieder erlaubt, Faser- oder Lebensmittelhanf – Cannabis sativa – anzubauen.

Anlässlich der Vorbereitung zur 850-Jahr-Feier beschäftigt sich die Dorfgemeinschaft Hanfthal 1997 mit der ortsnamengebenden Nutzpflanze HANF.

1999 feierte HANFTHAL das 850-jährige Jubiläum der Erstnennung aus einer Schenkungsurkunde von 1149 unter dem Motto „Bauerndorf im Wandel der Zeit”. Dabei wurde eine Hanfausstellung des Österr. Hanfinstitutes erworben und dient seit dieser Zeit als HANFMUSEUM.

Seit 2004 bauten Hanfthaler Landwirte erstmals wieder großflächig HANF an. Mit der Waldviertler Gemeinde Reingers wurde eine Hanfpartnerschaft eingegangen. Ein Hanferlebnispfad wurde gemeinsam entwickelt. Als Maskottchen werden Hanif und Hanfeline von Heidi Winna geschaffen. Hanfwirt Wagner eröffnet 2005 den Hanfthal-Hof-Heurigen, in dem es Hanfspezialitäten und ein Hanfshop gibt.

2006 wurde die HSV Hanfstrohverwertungs GmbH von Hanfthaler Bauern unter Geschäftsführer Günther Schmid gegründet, die es sich zur Aufgabe macht, nicht nur das HANFKORN, sondern auch das wertvolle HANFSTROH weiterzuverarbeiten. Mit Tschechien und Deutschland wird ein grenzüberschreitendes Netzwerk zur Bewusstseinsbildung, Verarbeitung und Vermarktung aufgebaut. Hanfbauer Günther Schmid wurde 2007 zum Obmann der Firma NOWAKORN in Heidenreichstein, die das Hanfkorn mechanisch schält und international vermarktet. Der seit 2006 entwickelte mobile Hanf-Feldentholzer, der Fasern und Schäben (Holzanteil des Hanfstrohs) trennt, bringt bei der Ernte 2010 erstmals Ergebnisse, die einen großflächigeren Hanfanbau ermöglichen.

2006 werden Hanferlebnisführer ausgebildet und seit 2007 wird der Hanferlebnispfad durch das Rundanger- und Blumendorf Hanfthal touristisch im Rahmen der Erlebnistouren im Land um Laa mit einer wöchentlichen Hanftour genutzt. 2008 erhielt der Hanferlebnispfad eine Auszeichnung vom Lebensministerium zum kreativsten Lehrpfad Niederösterreichs. Inzwischen nehmen jährlich etwa 700 Besucher an einer geführten Hanferlebnisführung teil.

Die Dorfbäckerei Uhl erzeugt seit 1999 Hanfbrot und Gebäck. Mit dem Winzer Spatzierer aus Erdberg wurde 2007 ein Hanfwein mit der Bezeichnung „Grüner Hanif” kreiert, ein Grüner Veltliner, der mit THC freien Hanfblüten aromatisiert wird.

In der Therme Laa wurde 2007 die Senses Hanföl-Massage entwickelt und wird in Österreich exklusiv nur in Laa/Thaya angeboten. Eine Hanföl-Kosmetikserie und Hanföl-Saunaaufgüsse ergänzen das Angebot im Wellnessbereich.

Mit der südmährischen Wirtschaftskammer in Brünn wurde 2010 das grenzüberschreitende EU-Förderprojekt Hanferlebniszentrum – Hanfseilschaften eingereicht und bewilligt. Ziel des Projektes ist die Bekanntmachung des Nutzhanfes und dessen Anwendungsmöglichkeiten in touristischer und wirtschaftlicher Hinsicht.

2011 stand im Zeichen der Informationskampagne über Hanf. Im Jänner wurden die Landwirte unter dem Motto „Hanf - eine interessante landwirtschaftliche Alternative” informiert. Im Februar fand das erste grenzüberschreitendeHanfsymposium mit Teilnehmern aus fünf Nationen und namhaften internationalen Referenten statt. Mit der BOKU, der Universität für Bodenkultur, wurden Sortenversuche und eine Sortenzüchtung mit Hanf begonnen, woraus wissenschaftliche Diplomarbeiten entstanden.

2012 wurden die Feldversuche und die Sortenzüchtung fortgesetzt. Das Förderprojekt „Grenzüberschreitendes Hanfentwicklungszentrum” fand mit der Gründung der Firma Hanfland KG und der Übernahme der Firma NOWAKORN durch die HNV Hanfnuss Verarbeitungs GmbH einen erfolgreichen Abschluss. Beim Regionsfest „Stürmisches Bluzafest” fand die „1. Hanflandmesse” und der Bieranstich des ersten „Hanfthaler Bio-Hanfbier”, gebraut von Braumeister DI Reinhold Barta, einem gebürtigen Laer, mit großem Erfolg statt.

Mit dem Motto der Dorfgemeinschaft Hanfthal:

Auch in Hanfthal geschieht nichts Gutes - außer man tut es

wollen wir dem Hanf zu dem Ruf verhelfen, den er bei unserer Dorfgründung hatte.